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05.08.2022

Gutscheincheck: Ihr Weg zur eigenen Gutscheinlösung

Was kann ich mit einer eigenen Gutscheinlösung erreichen?

Gutscheine haben eine hohe Verbreitung. Viele internationale Marken nutzen Gutscheine weltweit, um mit ihren Kunden in Kontakt zu treten und diese an sich zu binden. Auch im Einzelhandel und im E-Commerce haben sich Gutscheine in Form von Kundenkarten fest etabliert. Eine Gutscheinkarte ist ein unverzichtbares Marketing-Tool auch für Ihr Business. Mit der eigenen Gutschein-Lösung können Sie Ihre eigene Gutscheinkarte als klassische Gutscheinkarte oder als digitale Varianten sowie Kunden- und Bonuskarten über Ihre stationären Point of Sale oder Ihren Webshop an Kunden herausgeben und dadurch mehr Kundenbindung und mehr Umsatz erzielen.

Sind Gutscheine nur etwas für den Laden oder sind sie auch für einen Webshop geeignet?

Für den Einzelhandel zeigt der renommierte Handelsverband EHI Retail Institute in seiner Studie „Zahlungssysteme im Einzelhandel 2022“:

  • Von eigenen und fremden Gutscheinen profitieren: 90 % der großen und 50 % der mittelständischen Unternehmen verarbeiten Gutscheinkarten. Dabei steht die Ausgabe und Akzeptanz einer eigenen „Gift Card“ zwar im Vordergrund, aber die Ausgabe und zum Teil auch die Akzeptanz fremder Gutscheinkarten ist durchaus populär.
  • Vom Drittvertrieb profitieren: Rund 11 % der großen Händler vermarkten Gutscheinkarten durch Dritte. Der Drittvertrieb von Gutscheinen kann einmal B2C, also an den Endkunden, über ein Händlervertriebsnetzwerk instore, online oder mobil erfolgen. Im B2B-Vertrieb werden Gutscheine an Unternehmen vermarktet, die wiederum die Gutscheine innerhalb von Incentivierungsprogrammen für Mitarbeiter, Kunden oder Lieferanten einsetzen.
  • Kundenbindung ist Hauptgrund: „Eindeutig im Vordergrund stehen Kundenbindung, gezielte Kundenansprache, Marketingeffekte und eine vereinfachte Rabattvergabe.“ Horst Rüter EHI Retail Institute

Auch der Onlinehandel profitiert von Gutscheinen – hier einige Zahlen

  • Gutscheine stehen an Platz 2 der Online-Bezahlmittel von Schweizer Onlineshoppern [1]
  • 20 Prozent der deutschen befragten Onlineshopper nutzen Websiten mit Gutscheinen als Entscheidungshilfe für den Onlinekauf, so die Wirtschaftsberatung KPMG [2]
  • 63 Prozent der Befragten gaben an, in den letzten 12 Monaten online einen Gutschein gekauft zu haben, so eine Untersuchung der Bitkom 2021 [3]

Welche Gutscheinlösungen gibt es und welche ist für mein Geschäft geeignet?

Je nach Bedarf gibt es verschiedene Möglichkeiten, eine eigene Gutscheinlösung aufzubauen. In der Übersicht sehen Sie, welche Gutscheinlösung sich für welche Zielsetzung besonders eignet. Darüber hinaus gibt es viele Sonderformen. Gerne beraten wir Sie, welche Gutscheinlösung für Ihren Bedarf geeignet sind.

Closed-Loop

Bedarf:
Sie wollen eine eigene Gutscheinkarte für Kunden herausgeben, um diese an das Unternehmen zu binden und Umsätze zu generieren. Kunden sollen diesen Gutschein nutzen, beispielsweise als Geschenk oder im Falle eines zeitversetzten Kaufes, oder auch zum Beispiel bei Lieferengpässen.

Charakteristik:
Die Closed-Loop Gutscheinkarte kann nur an ausgewählten Akzeptanzstellen eingesetzt, zum Beispiel als Geschenkkarten in den Filialen des Kartenherausgebers (Emittent). Der Gutschein, der vom Unternehmen ausgegeben wird, kann somit nur innerhalb des Unternehmens zur Zahlung eingelöst werden – egal ob im Laden oder im Onlineshop, oder beides.

Regulierung:
Standard gesetzlich im BGB

Verantwortung AGBs:
Die Verantwortung für die AGBs liegen beim Emittenten – dies ist in der Regel das Unternehmen selbst, welches den Gutschein herausgibt.

Finance & Settlement:
Die Kundeneinlagen werden vom Unternehmen, welches die Gutscheine herausgibt (Emittenten) verwaltet und gebucht – sowohl Rückstellungen als auch Auflösungen.

Semi Open-Loop

Bedarf:
Wie bei Closed Loop allerdings möchten Sie Ihr Angebot übergreifend über mehrere Unternehmen hinweg aber räumlich beschränkt anbieten, was Sie in den Teil-regulierten Bereich für Gutscheine bringt.

Beispielsweise wollen Sie Ihren Standort stärken, den Sie sich mit anderen Händlern, zum Beispiel in der Innenstadt oder im Einkaufszentrum teilen. Zudem sehen Sie das Potenzial einer gemeinsamen Gutscheinlösung an dem Standort, um damit andere Kundengruppen benachbarter und teilnehmender Händler auf Ihr Angebot aufmerksam zu machen.

Charakteristik:
Bei Semi-Open-Loop Karten handelt es sich zum Beispiel um Prepaid- und Geschenkkarten, die innerhalb eines begrenzten Akzeptanzbereichs einsetzbar sind. Beispielsweise können dies Geschenkkarten eines Shoppingcenters oder einer Gemeinde sein, die bei den unterschiedlichen Händlern innerhalb dieses Verbundes akzeptiert werden.

Regulierung:
ZAG-Bereichsausnahme, das heißt, die Semi Open-Loop Gutscheinlösung, die auch als Controlled-Loop Kartenlösung bezeichnet wird, umfasst Gutscheine sowie Prepaidkarten mit einem vertraglich verbundenen Akzeptanznetzwerk in Deutschland. Hintergrund ist dabei die Förderung von speziell kleinen wie auch mittelständischen Unternehmen, welche vor Ort ansässig sind und gepusht werden sollen.

Eine rechtliche Beratung ist hier angebracht.

Verantwortung AGBs:
Die Verantwortung für die AGBs liegen beim Emittenten – dieser muss nicht identisch mit dem Unternehmen sein.

Finance & Settlement:
Die Kundeneinlagen werden vom Emittenten verwaltet und gebucht – sowohl Rückstellungen als auch Auflösungen. Hierbei bucht das Unternehmen ggf. nur die Einlösung.

Open-Loop

Bedarf:
Sie haben eine heterogene technische Infrastruktur und möchten Ihren Kunden ermöglichen, Ihren Gutschein möglichst breit in dieser Infrastruktur zu nutzen.

Das geht via
a) Guthabenkarte als E-Geld Karte oder
b) Prepaid-Kreditkarte.

Charakteristik:
a) Die Open-Loop-Gutscheinlösung ist ein Finanzprodukt, welches nur in einem geschlossenen System mit den direkt angeschlossenen POS einsetzbar ist.

b) Die Open-Loop-Kreditkartenlösung ist ein Finanzprodukt, das je nach Zahlungs- oder Kreditkartenprogramm an vielen unterschiedlichen und teilweise weltweiten Akzeptanzstellen nutzbar sind. Sie kann also überall dort verwendet werden, wo normalerweise die Kreditkarte des jeweiligen Zahlungsdienstleisters (normalerweise MasterCard/ Visa) akzeptiert wird.

Regulierung:
E-Geld
Die Open-Loop-Karte unterteilt sich in b) Scheme-basierte oder a) technologische.

Closed-Loop
Beide sind aber voll reguliert wie E-Geld. Die rechtliche Beratung erfolgt hier oftmals in enger Zusammenarbeit mit dem E-Geld Institut.

Es gibt zahlreiche Varianten – ob Ihre gewünschte Gutscheinlösung unter E-Geld Bestimmungen fällt, können Sie online checken unter https://www.prepaidverband.de/e-geld-quick-check/

Verantwortung AGBs:
Hier liegt die Verantwortung für die AGBs beim E-Geld-Institut.

Finance & Settlement:
Die Kundeneinlagen sind gesetzlich beim E-Geld-Institut hinterlegt.

Egal, welche Variante Sie umsetzen, Ihre Rechts- und Finanzabteilungen sollte stets eingebunden werden und es sollte eine rechtliche Beratung von geeigneten Personen erfolgen.

Welche Darreichungsformen gibt es und welche sind für mein Geschäft geeignet?

Der klassische Fall für den Einzelhandel ist nach wie vor die physische Gutscheinkarte

Die haptische Gutscheinkarte, meist in Kassennähe aufgebaut, ist nach wie vor der Klassiker. Neben Plastikprodukten ersetzen heute bereits neue umweltfreundliche Materialien Gutscheinkarten aus dem umweltschädlichem PVC. Neben Karten aus Holz, Grasfaser, Gingko, Zuckerrohr oder Zellstoff werden auch Karten aus recyclingfähigem PET oder aus 100 % recyceltem Polysterol angeboten. Dabei sollte sich die Materialwahl am Einsatzzweck der Karte orientieren. Muss sie langlebig sein, weil sie über einen längeren Zeitraum genutzt und vielleicht wiederaufgeladen werden kann? Oder ist die Gutscheinkarte nur für einen begrenzten Zeitraum in Benutzung? Je nach Anforderung werden auch zusätzlich bestimmte Technologien in diese Karten integriert: Chips, Magnetstreifen, RFID oder aber die Karten werden mit Personalisierungen versehen (z. B. QR-Codes, EAN-Codes, Namen und Nummern).

Neben diesen aufwendig gestalteten haptischen Varianten gibt es für den stationären Handel auch die Pin-On-Receipt Lösung, bei der Konsumenten an der Kasse einen PIN auf der Rechnung erhalten. Diesen PIN können sie später zum Beispiel beim Onlineshop des Händlers einsetzen, wie beispielsweise bei Amazon.

 

Digitale Gutscheine sind der Renner – nicht nur im Onlinehandel

Ob als pdf-Variante oder als Gutscheincode per E-Mail verschickt oder in einer App hinterlegt – digitale Gutscheine erfreuen sich steigender Beliebtheit beim Verbraucher. Durch die Nutzung des Smartphones in nahezu allen Lebensbereichen, ist auch für reine Instore-Händler eine digitale Variante ihres Gutscheines empfehlenswert.

Darüber hinaus bieten eigene Gutscheine im Webshop den Vorteil, dass Verbraucher diesen zum Beispiel mit wählbaren Gutscheinmotiven und persönlichem Grußtext individuell gestalten können. In einer Gutscheinstudie von epay gaben rund ein Viertel der Befragten beim Onlinekauf von Gutscheinen an, dass ihnen individuelles Design und damit die Möglichkeit zum Selbergestalten wichtig ist.

Als Omnichannel-Händler ist ein Gutschein, der in allen Kanälen kauf- und einsetzbar ist, zielführend. Denn der Kunde unterscheidet nicht in Kanälen – er will ein nahtloses Shoppingerlebnis.

Bei der Konzeption Ihres Gutscheinsystems sollten weitere Einsatzgebiete des Gutscheins in Betracht gezogen werden. So kann insbesondere der digitale Gutschein als digitale Geschenkvariante in Ihrem Shop angeboten werden, indem der Käufer den Gutschein direkt in dem Shop den Empfänger hinzufügen und ihm eine Nachricht schreiben kann. Retouren oder Lieferengpässe sind weitere Einsatzgebiete für Gutscheine, um den Kunden im Shop zu halten.

Welche Wertstufen gibt es und welche sind für meine Gutscheinlösung geeignet?

Ob 5, 15 , 20, 50, 100 Euro oder mehr – es gibt die Möglichkeit, Ihren Gutschein in verschiedenen festen Wertstufen anzubieten. Die passenden Wertstufen hängen von Ihren angebotenen Waren ab. Mit mehreren Wertstufen geben Sie Ihren Kunden die Möglichkeit, je nach ihrem Geldbeutel einen Gutschein auszuwählen.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, einen Gutschein mit einer variablen Wertstufe für größtmögliche Flexibilität des Kunden anzubieten. Als digitaler Gutschein im Händler eigenen Webshop sind der Auswahl an Wertstufen theoretisch keine Grenzen gesetzt.

Wie läuft ein Gutscheinsystem technisch ab?

Ob Gutschein- oder Bezahlkarte, zum selbst ausdrucken, per Gutscheincode, für die Wallet oder Ihre Kunden-App – der Standardimplementierungsprozess für ein Closed-Loop-Gutscheinsystem ist recht einfach. Dabei wird die technische Infrastruktur geschaffen, damit Sie Ihren Kunden Kartenprodukte anbieten und nutzbar machen können. Die technische Integration erfolgt über die Kasse als stationärer Händler und im Webshop als Onlinehändler.

Die Standardimplementierung eines digitalen Gutscheins

1

Gutschein-Herausgeber integriert die epay API in seinen Webshop oder App und bietet dem Kunden feste oder variable Wertstufen zur Auswahl an.

2

epay übermittelt in Echtzeit unique Code Nummern, die der Gutscheinherausgeber in seine Kommunikationsmittel wie E-Mai, PDF, SMS, WhatsApp etc. integriert.

3

Auf der Webseite des Herausgebers kann der Kunde zwischen verschiedenen Layouts auswählen.

4

Durch PK Pass Technik ist es möglich den digitalen Gutschein in eine iOS oder Android Wallet zu überführen.

5

Der Herausgeber kann das Guthaben des Gutscheins im persönlichen Account des Kunden auf der Webseite anzeigen. Eine separate Guthabenabfrage ist ebenfalls möglich.

6

Bei Retouren kann ein neuer Gutschein in der Retourenhöhe erstellt werden oder direkt dem Kundenkonto hinzugefügt werden.

Wir beraten Sie gerne bei der Wahl und Umsetzung Ihres passenden Gutscheinsystems

Über 1.000 Markenpartner arbeiten bereits mit uns weltweit vertrauensvoll zusammen. Für diese realisieren wir verschiedenste Omnichannel-Gutscheinlösungen – egal ob als Closed-Loop Form, Semi-Open-Loop oder Open-Loop Variante. Mit unserem großen Vertriebsnetz zu Händlern weltweit, bestehend aus über 762.000 POS Touchpoints, bringen wir Ihren Gutschein über jeden Vertriebskanal zum Endverbraucher. Neben dem B2C-Drittvertrieb können Sie bei uns Ihre Gutscheine auch per B2B-Drittvertrieb vermarkten lassen. Dafür steht unsere Schwesterfirma cadooz zur Verfügung, die als Incentive-Spezialist Ihre Gutscheine in Mitarbeiter-Incentivierungsprogrammen namhafter Unternehmen platziert.

Jana Weisshaupt

PR & Communications

+49 89 899643-499
j.weisshaupt@epay.de

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